Über die Corona-Warn-App lassen sich nicht nur Impf-Zertifikate speichern, sondern auch Check-ins durchführen. Für die Kontaktnachverfolgung bei einer Infektion soll die App stärker verwendet werden, fordert der Bundestag. Für die Luca-App wird es immer enger.

Corona-Warn-App: Mehr Kontaktnachverfolgung gefordert

Mit der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes hat der Bundestag deutlich gemacht, dass die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts stärker als bisher zur Kontaktnachverfolgung zum Einsatz kommen soll. Kommunen und Bundesländer sollen die App mehr einbinden, um bei einer Infektion die Kontakte schneller nachvollziehen und warnen zu können.

Die bisher oft für Check-ins verwendete Luca-App gerät damit immer mehr in den Hintergrund. Waren Check-ins lange Zeit in der Praxis nur über Luca möglich, bietet die Corona-Warn-App seit April 2021 ebenfalls eine solche Funktion. Mittlerweile kann die Corona-Warn-App auch mit neueren QR-Codes umgehen, die für die oft kritisierte Luca-App erstellt wurden. Impf- und Testzertifikate lassen sich bei Luca zudem nicht speichern.

Für die Kontaktnachverfolgung setzen beide Apps auf unterschiedliche Prinzipien. Bei Luca ist eine namentliche Registrierung vorgesehen, während die App des Robert Koch-Instituts auf ein anonymes und dezentrales System setzt. Kontaktpersonen werden über die Corona-Warn-App direkt gewarnt, falls sie sich zum gleichen Zeitpunkt wie eine infizierte Person an einem Ort aufhalten.

Was bedeuten 2G- und 3G Regeln? Die Antwort gibt es im Video:

Corona-Warn-App: Einsatz parallel zu Luca möglich

Durch die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes bleibt es letztlich den Bundesländern und Kommunen überlassen, ob sie die Corona-Warn-App zur Kontaktnachverfolgung vorschreiben wollen. Überall dort, wo bisher nur die Luca-App zum Einsatz kam, kann die Corona-Warn-App nun offiziell im Parallelbetrieb laufen (Quelle: Bundestag).