# Kunstmuseum Wolfsburg: „Oil – Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“


Kunstmuseum Wolfsburg: „Oil – Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“ „



Kunstmuseum Wolfsburg: „Oil – Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“
John Gerrard Western Flag (Spindletop, Texas), 2017 Simulation Dimensionen variabelJohn Gerrard Western Flag (Spindletop, Texas), 2017 Simulation Dimensionen variabel | Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Courtesy der Künstler und Pace Gallery

Das Kunstmuseum Wolfsburg widmet sich vom 4. September bis 9. Januar 2022 mit „Oil – Schönheit und Schrecken des Erdzeitalters“ voll und ganz dem Treibstoff unserer Moderne: dem Öl. Ohne Erdöl wären wir nicht da, wo wir wären, im Guten wie im Schlechten. Stichworte: unbegrenzte Mobilität, individuelle Freiheit, umgehemmter Konsum. Wir würden keine Autos fahren, würden nicht ins Weltall fliegen und mit Flugzeugen auch nicht um den Globus düsen, ja, nicht einmal Platten könnten wir hören oder unsere Einkäufe in Plastiktüten nach Hause tragen. Aber es gebe auch keine gigantischen Plastikmüllberge, die die Umwelt zerstören, niemand würde in mit Diesel betriebenen Panzern in Kriege um Ölvorkommen und damit die Sicherung des Wohlstandes der eigenen Nation ziehen. Wie das Kunstmuseum schreibt: „Zentrale Materialien und Technologien, Lebensweisen und Visionen unserer Zeit verdanken sich der Energiedichte und Wandelbarkeit von Erdöl“ – Öl ist Segen und Fluch zugleich.

Kunstmuseum Wolfsburg: Blick zurück nach vorn

Das Zeitalter des Öls neigt sich aber dem Ende zu, die des Tage endlichen Rohstoffs sind gezählt – statt für Fortschritt, technologische Entwicklung und individuelles Glück steht Öl heute für Verteilungskämpfe, Umweltverschmutzung und Klimawandel. Die Ausstellung wirft daher einen Blick zurück auf die Zeit des Öls, die jetzt rund 100 Jahre andauert, und fragt dabei „aus der Distanz einer hypothetischen Zukunft, was typisch war an unserer Zeit, was großartig, was furchtbar. Und wie sich all das in unserer Kunst und Kultur widerspiegelt.“

Ziel: Kunst im schwarzen Spiegel des Öls neu betrachten

Schwerpunkt der Ausstellung sind die Jahre von 1945 bis heute, das Kunstmuseum Wolfsburg konfrontiert dabei „künstlerische Arbeiten mit Naturwissenschaft und Technik, Politik und Alltagsleben, mit Wissen, Praktiken und Apparaten aus Chemie, Bohrwesen und Geologie, aus Arbeitsalltag und Popkultur, aus Industrie und Kulturtheorie.“ Man will künstlerische Werke aus dem Kanon des modernen Westens und auch aus Ölregionen im schwarzen Spiegel des Öls neu betrachten, dazu in Beziehung gesetzt werden aktuell künstlerische Positionen.

Eine Auswahl der teilnehmende Künstler*innen:

Monira Al Qadiri, Ana Alenso, Francis Alÿs, Yuri Ancarani, Qiu Anxiong, Atelier van Lieshout, Kader Attia, Serge Attukwei Clottey, Klaus Auderer, Alessandro Balteo-Yazbeck & Media Farzin, Lothar Baumgarten, Jennifer-Jane Bayliss, Wes Bell, Claus Bergen, Bernardo Bertolucci, Ursula Biemann, Vanessa Billy, Brett Bloom, Mark Boulos, Margaret Bourke-White, Bureau d’Etudes, Edward Burtynsky, Warren Cariou, Christo, Tony Cragg, Walter De Maria, Mark Dion, Gerardo Dottori, Sokari Douglas Camp, Rena Effendi, William Eggleston, Hans Fischerkoesen, Sylvie Fleury, John Gerrard, Christoph Girardet, Claus Goedicke, Tue Greenfort, Carl Grossberg, Monika Grzymala, Robert Gschwantner, Hans Haacke, Ernst Haeckel, Eberhard Havekost, Romuald Hazoumè, John Heartfield, Michael Hirschbichler, Bernhard Hopfengärtner, Murad Ibragimbekov, Aaditi Joshi, Peter  Keetman, Matt Kenyon, Tetsumi Kudo, Ernst Logar, Mark Lombardi, Ellen Karin Mæhlum, Rémy Markowitsch, Wolfgang Mattheuer, Paul Michaelis, Kay Michalak & Sven Völker, Richard Misrach, Michael Najjar, Hugo Niebeling, Franz Nolde, George Osodi, Alex Prager, Alain Resnais,  Oliver Ressler, Martha Rosler, Miguel Rothschild, Ed Ruscha, Shirin Sabahi, Santiago Sierra, Taryn Simon, Andreas Slominski, Robert Smithson, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Thomas Struth, The Center for Land Use Interpretation, Wolfgang Tillmans, Gunhild Vatn, Wolf Vostell, Entang Wiharso, Erwin Wurm.

Eintrittskarten gibt es auf der Website des Museums.

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