# „Endzeitgemäß“ von Helena Kühnemann

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					„Endzeitgemäß“ von Helena Kühnemann


„Endzeitgemäß“ von Helena Kühnemann „

Mit „Endzeitgemäß“ pendelt Helena Kühnemann zwischen Soft-Science-Fiction und Gegenwartsallegorie und stellt die Frage, wie viel Unversehrtheit uns ein vermeintlicher Stufen wert ist.

„Endzeitgemäß“ von Helena Kühnemann ist unsrige Buchempfehlung jener Woche

„Zu jeder Zeit hat man dies Gefühl, dass Krisen so schlimm waren wie noch nie“, beginnt Helena Kühnemann ihren Debütroman „Endzeitgemäß“. So trivial dieser gegenwärtige Gedanke gleichfalls sein mag, so tröstend ist er in jener Welt von Protagonistin Merve, in jener Offenbarung und Routine längst gemeinsame Sache zeugen, während sich die Menschen in zwei Gruppen teilen. Eine Menschenschlag lebt im Transit, einer Betonwüste, in jener die Träume so mausgrau sind wie die Baustil, die andere im elitären Vision – und Merve steht von kurzer Dauer vor ihrem Stufen. Dass sie sich unbedingt in den Sanitäter Sven aus dem Transit verliebt, passt da leider keiner. Schließlich ist man im Vision kreativ, isst Verschmelzung-Food und führt emanzipierte Beziehungen.

Wie sich Merve zwischen diesen beiden Welten und ihren Sprachen bewegt, laviert gleichfalls Kühnemanns Roman zwischen Soft-Science-Fiction und Gegenwartsallegorie. Letztere bekommt schließlich vereinigen unerwarteten Dreh, denn Sven, jener mittlerweile nur noch Sevan genannt werden will, mit dem Vision liebäugelt und Merve ihren Stufen versaut. Wie sehr Familie, Kameradschaft und selbst die Liebe unter Idealen, Schamgefühl und einer ganz reellen Ungleichheit leiden, wird da schlagartig lichtvoll. Und am Finale bleibt die Frage: Wie viel Unversehrtheit ist uns ein vermeintlicher Stufen wert?

Hat es Helena Kühnemann mit „Endzeitgemäß“ gen unsrige verkettete Liste jener besten Bücher im August 2025 geschafft?

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